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Tzschocha – eine Burg zum Anfassen.

Die Burg Tzschocha (polnisch Zamek Czocha) liegt nur 15 Kilometer von Lubań  entfernt, am Steilufer der Queis. Die Straßen dorthin sind gut ausgebaut und beschriftet.

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Die Burg entstand nach 1240 und diente der Grenzsicherung der Böhmen gegenüber Schlesien. Sie erlebte eine bewegte Geschichte und wechselte ständig ihre Besitzer.

An der Burg kamen viele Kriege und Brände nicht vorbei. Ausgebaut, umgebaut und wieder aufgebaut veränderte sie mit der Zeit ihr Aussehen.

Im 16. Jahrhundert hatte sie ihre gute Zeit erlebt. Johann von Nostitz baute sie zu einer großen Burganlage im Stil der Renaissance aus. Aus dieser Zeit stammen die Gräben, Zwinger, Bergfried und dieWirtschaftsgebäude.

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1910 erwarb Ernst Gütschow  die Burg und baute sie im Stil der Neogotik um.  Im Barockgarten ließ er eine Kopie der Fechter errichten, nach dem Vorbild der Skulptur vor der Breslauer Universität. Erinnern Sie sich an meinen früheren Beitrag darüber? Den Garten schmücken auch viele anderen Skulpturen. Er ist ein schöner Platz zum verweilen.

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Die interessanteste Räumlichkeit in der Burg ist der zweigeschossige Rittersaal.

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Auf der Auf der Erdgeschossebene befinden sich Renaissance-Portale und ein weißer Kamin im neugotischen Stil.

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Sehenswert ist auch das Mondzimmer (Komnata Księżycowa) im spätgotischen Stil und das Schlafzimmer mit einem Traumbett. Unterm Bett befindet sich eine Klappe. Mit ihrer Hilfe wurden störrische Ehefrauen in einen unterirdisches Kerker befördert.

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In der Burg gibt es auch eine Bibliothek im Stil der Tudor-Gotik mit geheimen Türen.

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Wenn die Tür zu ist, ist es fast unmöglich sie ausfindig zu machen!

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Nach dem Kriegsende 1945 war die Burg herrenlos und erlitt große Schäden durch Plünderungen. Fast die gesamte Büchersammlung wurde gestohlen, wie auch viele Möbel und alles, was man tragen konnte. Um einen guter Eindruck zu machen, hat man Spendenbücher in den Regalen untergebracht.

Seit 1952 diente die Burg als Freizeitzentrum für Militärangehörige und seit 1996 beherbergt sie ein Restaurant und ein Hotel. Alle Zimmer in der Burg sind mit klassischen Möbeln und antikem Zubehör eingerichtet. Sie verfügen über ein eigenes oder ein Gemeinschaftsbad. Trotzdem muss man auf die modernen Annehmlichkeiten nicht verzichten. Alle Zimmer sind mit TV und WLAN ausgerichtet.

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Es ist ein Erlebnis auf der Burg aus dem 13. Jahrhundert übernachten zu dürfen. Man kann auch das prachtvolle Bett für eine Hochzeitsnacht mieten! Ob die Klappe noch funktioniert ist mir nicht bekannt 😉

Aber bevor man ins Bett geht, lauscht man Kammermusikkonzerten zu, nimmt an Ritterturnieren teil, übt man sich im Bogenschießen oder alten Tänzen… oder schaut in den Abgrund. Im Burghof steht nämlich ein Brunnen der treulosen Ehefrauen im Renaissance-Stil.

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Wer mit einer treulosen Ehefrau gesegnet ist und hineinschaut, verliert in den nächsten 24 Stunden seine Haare. Ich habe in der Umgebung der Burg nicht sehr viele haarlose Männer gesehen.

Nicht nur die Burg, sondern auch ihre Umgebung ist sehenswert.

Von dem Granithügel, auf dem die Burg steht, hat man einen prächtigen Blick auf den Leśniańskie-See, ein Naherholungsgebiet der Region. Man kann dort Kanu fahren, schwimmen oder am Ufer faulenzen.

Und nächstes Mal fahren wir nach Krummhübel (Karpacz) in das Riesengebirge.

Also bis bald 🙂

Urlaub in Polen

Es ist Sommer! Ja, ich weiß, dass ich kein Amerika entdeckt habe … Ich hatte aber die Möglichkeit gehabt, den Sommer ein bisschen früher und länger zu genießen.
Ich besuchte Polen und während Deutschland und halb Westeuropa vom Dauerregen berieselt wurde, genoss ich dort das karibische Wetter 🙂

Während meines Aufenthalts in Polen bin ich viel gereist und habe alles fotografiert, was mir interessant vorkam. Hier und jetzt möchte ich meine Eindrücke von der Reise mit Ihnen teilen. Vielleicht bekommen Sie so einige Anregung für Ihre Urlaubszeit.

Meine erste Station war Lubań, gleich hinter der Grenze, 24 Kilommeter von Görlitz entfernt. Ein kleines verschlafenes Städtchen am Ufer der Queis (Kwisa).

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Die Stadt wurde 1220 gegründet. Viele Sehenswürdigkeiten gibt es hier nicht: Eine Pfarrkirche der Hl. Dreifaltigkeit aus dem Jahr 1320,  eine evangelische Kirche von 1384 und das Renaissance-Rathaus, das von 1539 bis 1544 erbaut wurde,. Außerdem ein paar Türme, ein Stück Stadtmauer und eine kleine Tafel mit Muschelsymbolen, die den Jakobsweg markiert, der durch Lubań verläuft.  Die Stadt ist nicht mal schön, doch für viele Deutsche aus der Grenzregion dennoch sehr interessant. Im Stadtkern findet man unzählige Geschäfte mit Kleidung und Schuhen in guter Qualität und märchenhaft niedrigen Preisen. Rund um die Stadt stehen die modernen Einkaufs-Tempel! Hier schlägt das Konsumentenherz sehr hoch! Man findet hier neben dem Netto,  mit deutschen und polnischen Waren …

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… auch einen Intermarche mit polnischen und französischen Spezialitäten.

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Kaufland, Aldi und Lidl, die spanische  Einkaufskette “Biedronka” – Maikäfer und polnischen Läden gibt’s ebenfalls.

Und wenn Sie vom Einkaufen müde geworden sind finden Sie in Lubań schöne und preiswerte Speiselokale.

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Die Stadt ist nicht nur zum Einkaufen gut. Es ist auch ein guter Ausgangspunkt für viele Ausflüge in die Region. Gleich in der Nähe steht die Burg Tzschocha  (Zamek Czocha).

Wie die Burg aussieht  erzähle ich Ihnen das nächste Mal.
Also bis bald.