Pfingsten in Polen

PfingstenZielone Świątki   (siälonä chwiontki)
Pfingsten – einer der wichtigsten katholischen Feiertage, wird heute in Polen nicht mal in der Kirche besonders groß gefeiert und Pfingstmontag ist ein ganz normaler Arbeitstag.
Ganz anders sah es noch vor dem Krieg aus. Der polnische Name Zielone Świątki – Das grüne Fest – hat seinen Ursprung in dem slawisch-vorchristlichen Frühlingsfest.
Die Menschen wollten damals die Winterdämonen vertreiben. Sie freuten sich auf den Sommer, schmückten die Häuser mit Blumen, grünen Zweigen und kleinen Birkenbäumchen, die die Fruchtbarkeit und Kraft der Natur symbolisieren sollten. Überall wurden große Feuer angezündet. Durch die bestellten Felder gingen ganze Prozessionen mit Fahnen und kirchlichem Gesang.
Als Schutz vor den Hexen beräucherte man die Nutztiere mit verbrannten Kräutern.
Maibaum
Es wurden Maibäumchen aufgestellt, die mit Blumenkränzen und langen Bändern geschmückt wurden. Man tanzte um sie herum und sang fröhliche Lieder.
Vor allem die Hirten feierten diese Tage sehr ausgiebig. Sie tanzten, sangen schmausten und zechten! Pfingsten, das war ein richtiges Hirtenfest! Die Hauptspeise an diesen Tagen war: Rührei mit viel Wurst drin und am Feuer gebackene Kartoffeln. Dazu floss natürlich reichlich Wodka.
In den Städten feierte man Maifeste in der Natur. Die Menschen packten ihre Körbe und fuhren ins Grüne. Picknick wurde nicht erst im 20. Jahrhundert erfunden. Außerhalb der Städte wurden regelrechte Volksfeste veranstaltet mit Jahrmarkt und Fahrgeschäften.
Es ist schade, dass diese schöne Tradition nicht weiter gepflegt wird.       Und Pfingstrosen heißen auf Polnisch Piwonie (piwonjä)