4. Teil

Spacerkiem po Wrocławiu – ein kleiner Spaziergang durch Wrocław

Hallo, da bin ich wieder 🙂

Haben Sie gut geschlafen? Na ja, im „Monopol“ ist das kein Wunder. Das Frühstück war, glaube ich, auch gut? Die polnische Wurst ist weltbekannt! Wir haben auch viele leckere Käsesorten. Man muss nicht gleich nach Holland fahren, um guten Käse zu essen.

KircheWir gehen aus dem Hotel raus und haben gleich vor uns eine schöne Sicht …

Die Fronleichnamskirche – eine gotische Basilika – gehört zu den drei größten Kirchen aus dem XV Jahrhundert in Wrocław. Nach den Regeln der Johanniter Orden besaß sie nie einen Kirchturm. Sie ist auch innen sehr interessant, schauen Sie mal rein …

DeptakEinige hundert Meter weiter wird die Świdnicka Straße zur Fußgängerzone, auf polnisch – Dreptak (dräptak). In den Häusern auf den beiden Straßenseiten finden Sie viele kleinen Geschäfte und Firmen. Man kann dort auch länger verweilen.

Aber ich will Sie nicht auf die Folter spannen. Wir wollen doch zum Herzen von Wrocław, hin zum Rynek – dem Marktplatz. Noch ein paar Schritte die Straße entlang und Sie haben die berühmteste Aussicht von Wrocław vor ihren Augen ….

1.Rathaus

2Ich habe das Rathaus bestimmt schon hunderte Male fotografiert und kann mich bis heute nicht entscheiden, welches Foto das Schönste ist? Der Bau wurde bereits im 13. Jahrhundert begonnen und bis über das 16. Jahrhundert hinaus fortgeführt. Am Ende ist es ein faszinierender Mix aus vielen Architekturepochen entstanden. Die Hauptstile sind aber Gotik und Renaissance. Auf dem Rathaus befindet sich eine eigene astronomische Uhr – die viel schöner als die in Prag ist!

Direkt neben dem Rathaus ist der Pranger (pręgierz). Heute ist er ein beliebter Treffpunkt für die Breslauer. In den früheren Zeiten war er ein Ort der Bestrafung. Noch bis ins 18. Jahrhundert hinein hatte es hier940 Auspeitschungen und öffentliche Demütigungen gegeben. Einer der Opfer war sogar der große nürnbergische Künstler Veit Stoss, in Polen als Wit Stwosz bekannt. Er hatte den berühmten Altar in der St- Maria-Kirche in Krakau (Kraków) hergestellt.

Der Grundstein von Rynek stammt aus dem 13. Jahrhundert. Er wurde immer wieder zerstört und wieder auf- und umgebaut. Daher findet man hier alle Epochen von Gotik bis Jugendstil, aber alles nicht älter als 60 Jahre! Nach dem 2. Weltkrieg lag der Rynek, wie fast die ganze Stadt, in Schutt und Asche. Die Häuser wurden detailgetreu und akribisch wieder aufgebaut.

Hier entstand die berühmteste Taube der Welt! Pablo Picasso stand 1948 auf dem Marktplatz mitten in den Trümmern. Entsetzt schaute er sich um und fing spontan an zu malen. Seine Taube wurde zum Symbol des Pazifismus auf der ganzen Welt!

Jetzt ist der Marktplatz der Mittelpunkt der Stadt. Hier vibriert das St.ElisabethLeben. Die Menschen treffen sich, gehen Essen, einkaufen, entspannen. Den schönsten Überblick über den Marktplatz gewinnen Sie vom Kirchturm der St. Elisabeth Kirche. Der Aufstieg ist nichts für Fußkranke. Die über 300 Stufen haben es in sich, aber die Mühe wird belohnt. Wir gehen jetzt hoch und dort oben werde ich Ihnen den ganzen Marktplatz erläutern.

Also, bis bald.